FOCUSING SERVICE

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EXPERIENTIAL AESTHETIC EXPERIENCING

FOCUSING # ARTS: No 2 Kesbedj

img_0480„OUT OF THE BLUE“ is one of the portraits Friedgard Blob drew of the US artist William Winkfield of KESBEDJ’s. The portraits „The Bill Pictures – Our Faces will show. Tribute to Joseph Beuys“ illustrate fascets of human vulnerability. Drawing her encounter partner Friedgard was guided by her bodily felt sense. Doing so she bridged to the inner person of the model. Human interconnectedness came into play, leaving her with a feeling of wellbeing. Experiential Wellbeing Aesthetics EWA/uBUNTu ART is part of Friedgard’s work as FOCUSING teacher, trainer and therapist and embedded in the spirit of the panafrican philosophy and practise of ubuntu. http://www.ubuntuarts.jimdo.com

The Artwork of William Winkfield, KESBEDJ:

https://www.instagram.com/kesbedj,

http://fineartamerica.com/profiles/william-winkfield.html?tab=artwork

FOCUSING # ARTS: No 1 Beuys

beuysZEIGE DEINE WUNDE: “Was die leidenden Menschen an Substanz auf die Erde gebracht haben” (Beuys) müssen wir sehen. Wir müssen es uns ansehen und in unser Antlitz nehmen. Unsere Gesichter werden es zeigen: Wir sind nicht mehr die Gleichen. Wir sind verändert, weil wir Anteil genommen haben. Und die Welt wird erkennen – vielleicht -, dass “das einzige was sich lohnt aufzurichten, (…) die menschliche Seele (ist). …. Nicht nur das Gefühlsmässige, sondern auch die Erkenntniskräfte, die Fähigkeit des Denkens, der Intuition, der Inspiration. Das sind ja alles Dinge, die sehr stark geschädigt sind in unserere Zeit. DIE müssen gerettet werden. Dann ist alles andere sowieso gerettet” (Zitierung aus: “Zeige deine Wunde – Kunst und Spiritualität bei Joseph Beuys” von Rüdiger Sünner, 2015, DVD)

CREATING SPACE WHEN IT LOOKS THERE IS NO SPACE

HOW TO USE AUDITIVE ENVIRONMENTAL STRESS FOR THE FOCUSING PROCESS BENEFIT

IMG_0057Focusing Service focusers of the FOCUSING III basic training course happened to experience unexpected pleasure while dealing with their inner critics due to sudden auditive environmental stress. Refugees of the Refugee Lounge of the Sociocultural Center Sudhaus Tübingen celebrated their outdoor sunday “Family and Bonfire Time” while our FOCUSING sessions were running inside the house. When outside drumming started on a sudden we adapted the setting inside. Instead of sitting still we now took our whole bodies into move. Dancing and swifting our focus of awareness between the rythms of the outside drums, – the “disturbing stimulus causing inner critics to occur” -, and the rythm of our indoor music, – the “actualising flow of our own being bodily present” -, we found out that every moment of irritation or disturbance by the drums had its own treasure of creativity inherent. How fun it is to discover the mental schemes of the inner critic while expressing freely in moves! We learned so much about ourselves this way. Each round we were able to allow the beat of the drums make their way into our bodies we made one more fresh start into being fully alive bodily. It all was about learning to trust the process!

FOCUSING AS TOOL

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FOCUSING IS LIVING INGREDIENTS.

It flavours your work and method by inner felt senses you can communicate by mood boards.

 

CLEARING A SPACE (germ)

 

open.window.sudhausSELBST-SORGE-FOCUSING: Selbst-Sorge-Focusing bedeutet, sich selbst freien Raum zu schenken. Das geht am besten durch konkretes “Rausstellen” der eigenen Themen. Als Hilfe dient das Ablegen von Zetteln. In einem Rating wird jedem Thema ein Stressgewicht zugeordnet und einzeln auf den Zetteln markiert. Durch Ablegen der Zettel und “Rausstellen” der Themen entsteht ein innerer Abstand zu dem was Sorgen macht. Der äußere Abstand schafft im Inneren ein Gefühl von frischer Luft. Mit wiederhergestelltem inneren Freiraum lässt sich jedes Thema in der Vorstellung zurück in den Körper holen. Es ist der Körper, der jetzt über den neuen, guten Platz für jedes Thema entscheidet.

* Focusing exercise in German on demand. Focusing exercise in English coming soon.

LEARNING IN TERMS OF FOCUSING (germ)

steps.FOCUSING BASIERTES LERNEN beinhaltet, vertraut zu werden mit Focusing als Methode, und sich selbst und die eigenen Ressourcen im Focusingprozess kennen zu lernen. Jedes Lernen bedeutet Verstehen und Verändern. Verstehen ist – entgegen der üblichen Meinung – erstmal nichts Gedankliches. Auch Verändern ist erstmal kein äußeres Tun. Verstehen und Verändern geschehen zu allererst auf der Ebene des Körpers, noch vor Impulsen oder Worten.

Der Körper „versteht“ die Lebenssituation in der wir uns befinden und die uns u. U. Schwierigkeiten macht, – ähnlich wie wir intuitiv „verstehen“, ob ein fremder Mensch uns Gutes will oder nicht. Und der Körper „versteht“ auch, wie sich die Situation für uns besser anfühlen würde. Lebenssituationen mit denen unser Körper klarzukommen versucht, sind nichts Statisches. Sie verändern sich von Sekunde auf Sekunde. Sie sind eher Ereignisse als Zustände. Deshalb ist körperliches “Verstehen” geeigneter als reflektierendes Verstehen, um situative Veränderungen im Leben zu bewältigen.

Der Prozess des körperlichen „Verstehens“ ist vergleichbar mit dem Vorgang, mit dem ein sehr fein eingestellter Seismograph nicht sichtbare Schwingungen und Stimmungen in einem Raum erfasst. Der menschliche Körper kann nicht anders, als auf das Offensichtliche und das Subtile einer Situation zu reagieren. Er lebt die Situation in der wir uns befinden, in allen ihren Aspekten und in ihrer ganzen Komplexität. Und er lebt sich selbst, auf ein optimaleres Leben-Können ausgerichtet, in dieser Situation und über die Situation hinaus.

Auch „Verändern“ ereignet sich zunächst als eine Veränderung auf der Körperebene. Wir sehen diese Veränderung nicht. Der Körper stimmt sich unmerklich und fortlaufend mit den situativen Bedingungen unter denen er zu leben hat, ab. Er versucht, seine gesamte organische Struktur auf diese Bedingungen hin bestmöglichst auszurichten.  Sobald unser Körper „erfasst“ hat, wie es sich mit allem was eine situative Veränderung ausmacht, leben lässt, verändert er seine Struktur auf Microebene. Etwas an der Art und Weise, wie der Körper die jetzt gegebene Situation zu leben vermag – wie er „gelernt“ hat, die neue Situation zu leben -, lässt ihn anders sein als vorher. Der Körper hat die ihm eigene Fähigkeit, sich mit jedem Umweltereignis zu „kreuzen“ (nach Gendlin: “#”) genutzt, und sich so eine weitere Lebensbefähigung ermöglicht.

* Article in German on demand. Article in English coming soon.

BODY AND EXPERIENCING (germ)

door.2.2017DER KÖRPER („LIVING BODY“) wird in der Experientiellen Philosophie (Gene Gendlin) und im Focusing als der von innen gespürte Körper verstanden. Von „innen spüren“ ist eine grundlegend andere Erfahrung als Fühlen durch Betasten. Es geht um den nicht sichtbaren, aber dennoch fühlbaren Körper, der wie „hinter“ dem konkreten Körper auf dem Stuhl „in uns sitzt“. Zu diesem innerlich erspürbaren Körper können wir einen Zugang finden, wie wenn wir eine zunächst geschlossene Türe öffnen und hindurchtreten. 

Gendlins Körperbegriff schliest den konkret sichtbaren, lokalisierbaren Körper ein, trotzdem betont er, „dass das Wort >Körper< den Körper meinen darf, den wir nicht nur von außen beobachten können, sondern auch von innen fühlen.“ Warum ist Gendlin dieser Körperbegriff so wichtig? Gendlin: „Man muss mit dem ganz gewöhnlichen Körper anfangen, mit dem Körper, der hier steht oder in diesem Sessel sitzt. Der von innen gefühlte Körper ist also auch lokalisiert – aber sein Sich fühlen ist zugleich ein Fühlen der Umwelt“ (Gendlin in Wiltschko 2004, 30).

Der Körper/“body“ erspürt die Situation in der er ist, bzw. die er ist. Der von innen gefühlte Körper/“body“ ist in der Lage, mehr an Einzelheiten einer Umweltsituation zu erfassen, als eine Person im betreffenden Augenblick wahrnehmen kann. Das liegt daran, dass das „Wissen“ des Körpers (“body“) um die Gesamtaspekte einer Situation von viel komplexerer Natur ist, als es das rationale Wissen im Sinne eines Reflektierens über die Situation, sein kann.

Gendlin verwendet den Begriff des körperlichen Fühlens abweichend vom philosophischen Sprachgebrauch des Wortes „Gefühl“. Gemeint ist weder das rein physische Fühlen eines Gegenstandes, noch ein affektiver bzw. kognitiver Vorgang. Es findet vielmehr ein Erleben eines körperlichen Sinns statt (vgl. Gendlin 1993, 23), der die ganze Komplexität des eigenen Lebens umfasst (vgl. Gendlin in Corsini 1993, 323). Das körperliche Empfinden des „body-sense/felt sense“ kommt als ein einheitliches Gefühl, und zugleich ist zu spüren, dass es etwas Kompliziertes und Verwickeltes beinhaltet (vgl. Gendlin 1993, 23). Die gefühlte Qualität des “felt sense” beschreibt Gendlin wie folgt: „(A) thick directly-sensed experiencing under or behind whatever formed forms and things we think or perceive“ (Gendlin 2004, 2).

Um eine Abgrenzung zum Begriff des „Gefühls“ vorzunehmen, bezeichnet Gendlin den körperlichen „Spürsinn“ auch als eine Aufmerksamkeit („awareness“), die sich auf das bezieht, was sich aus der Ordnung des Körpers („order of carrying forward“) heraus, Schritt für Schritt entwickelt (vgl. Gendlin in Lietaer, Rombauts, van Balen 1990, 214).

* Article on www.academia.edu coming soon (German/English)

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